Rothörnchen

Tamiasciurus hudsonicus

Das amerikanische Rothörnchen ähnelt dem heimischen Eichhörnchen. Es gibt jedoch ein auffälliges Unterscheidungsmerkmal: die weißen Ringe um die Augen der Rothörnchen.

Steckbrief

Lebensraum
Laub- und Nadelwälder Nordamerikas

Größe
18 cm (Kopf-Rumpf-Länge)

Tragzeit
33 Tage

Nahrung
Samen und Nüsse

Gewicht
200 g

Lebenserwartung
bis 10 Jahre in menschlicher Obhut

So viel zu tun...

Die stets aktiven Rothörnchen haben einen recht hektischen Lebensstil. Sie huschen Nadelbäume rauf und runter, flitzen von einem Baum zum nächsten, stoppen kurz auf der Erde, um nach Zapfen und Samen zu graben. Die wertvolle Beute wird entweder gleich angenagt und die Reste fallen gelassen oder als Vorrat für den Winter vergraben. Der Sammeltrieb der Rothörnchen ist für die Wälder wichtig: Indem sie die Samenschuppen der Zapfen umhertragen und Samen und Nüsse vergraben, helfen die Nager bei der Verbreitung von Laub- und Nadelhölzern.

...und so wenig Zeit!

Für die Partnersuche nehmen sich Rothörnchen ebenfalls kaum Zeit. In gewohnter Hast verfolgen die Männchen die Weibchen auf den Bäumen. Der Nachwuchs aus dieser flüchtigen Begegnung kommt blind und hilflos zu Welt, entwickelt sich aber ziemlich schnell. Zunächst bleiben sie im Nest, das meist in einem Astloch oder einer ausrangierten Spechthöhle gebaut und mit Gras und Rinde ausgekleidet wird. Schon nach fünf Wochen werden die Kleinen entwöhnt. Kurz darauf verlassen sie das Nest und suchen sich ein neues Wohngebiet.