Rothschild-Giraffe

Giraffa camelopardalis rothschildi

Die Rothschild-Giraffe wurde erstmalig von dem Zoologen Lord Walter Rothschild Anfang des 19. Jahrhunderts beschrieben. Diese Unterart wird manchmal außerdem als Uganda-Giraffe oder als Baringo-Giraffe (benannt nach dem Baringo-See in Kenya) bezeichnet. Es leben nur noch etwa 1000 Rothschild-Giraffen in Afrika! Sie ist eine von insgesamt 9 verschiedenen Giraffen-Unterarten. Von einigen Unterarten gibt es noch viele Tausend, von anderen nur noch wenige Hundert.

Im Erlebnis-Zoo teilen sich die Rothschild-Giraffen ihre Anlage mit Springböcken, Blessböcken und Hartmann-Bergzebras.

Steckbrief

Lebensraum
Buschland und Savanne Ostafrikas

Größe
Männchen bis 580 cm, Weibchen bis 450 cm hoch

Tragzeit
450 bis 465 Tage

Nahrung
Blätter, frische Triebe (Akazien)

Gewicht
Männchen bis 1900 kg, Weibchen bis 1180 kg

Lebenserwartung
bis 36 Jahre in menschlicher Obhut

Feinde
Großkatzen

Geschwindigkeit
bis zu 60 km/h

Im Zoo vergesellschaftet mit Hartmann-Bergzebra

Nicht nur der Hals ist lang

Mit ihrem langen Hals erreicht die Giraffe auch Baumblätter und frische Triebe, die für andere Tiere zu hoch hängen. Ihr 7 Halswirbel sind stark verlängert und so besitzt die Giraffe eine über zwei Meter lange Halswirbelsäule. Und auch ihre Zunge ist lang: Einen halben Meter! Mit ihrer blauen und extrem beweglichen Zunge holt sich das Tier Zweige heran und rupft das Laub ab. Eine besondere Vorliebe haben Giraffen übrigens für die dornigen Akazienblätter. 

Kaumuskeln für Wiederkäuer

Giraffen sind Wiederkäuer. Zum Abfressen der Blätter oder Gräser brauchen Giraffen nur wenig Kraft. Darum werden ihre Kaumuskeln - durch das ständige Wiederkäuen - eher auf Ausdauer beansprucht. Auch die Gesichtsmuskeln sind schwach entwickelt. Deswegen hat ein Giraffengesicht stets einen etwas starren Ausdruck!

Und wie läufst du?

Beim Vorsetzen des linken Beines bewegt sich der rechte Arm nach vorn, beim Vorsetzen des anderen Beines der linke. So wie wir - im Kreuzgang - bewegen sich die meisten Säugetiere vorwärts. Die Giraffe marschiert im Passgang: Sie bewegt gleichzeitig die Beine auf einer Körperhälfte. So schaukelt sie beim Gehen wie ein Kamel.

Wie schläft eine Giraffe?

Liegend, den Kopf bequem auf dem Rücken abgelegt, so dass er fast den Oberschenkel berührt. Giraffen sind ständig auf der Hut vor ihren Feinden, deshalb gehören sie zu den Kurzschläfern. Ihr Tiefschlaf dauert nur wenige Minuten.