Trauer im Zoo

Giraffe Juji verstorben

Der Zoo Hannover trauert um Giraffe Juji. Das 13jährige Giraffenweibchen verstarb heute Morgen. Juji hatte seit ein paar Tagen nicht mehr fressen wollen und keinen Kot abgesetzt. Als sich trotz mehrtägiger Behandlung keine Besserung zeigte und die Giraffe matter wurde, entschieden sich die Zoo-Tierärzte zu einer genauen Untersuchung, die nur unter Narkose möglich war. Zur Unterstützung holte der Zoo Experten der Tierärztlichen Hochschule Hannover und der Tierklinik Isernhagen hinzu. Trotz aller Bemühungen konnte das Ärzte-Team die Giraffe nicht mehr retten, Juji verstarb noch in der Narkose.

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Giraffe Juji am Sambesi

„Juji war eine liebenswerte Träumerin, deren Leibspeise Bananen und frische Blätter waren“, so der Zoologische Leiter Klaus Brunsing, „wir sind sehr traurig und werden Juji vermissen.“ Das Giraffenweibchen wurde 2004 im Opel-Zoo Kronberg geboren und kam 2005 an den Sambesi nach Hannover. Nach mehreren Rendezvous mit dem bekannten Giraffenbullen Schorse (2013 verstorben) brachte Juji zwischen 2008 und 2013 vier Jungtiere zur Welt, ihre 4jährige Tochter Jamila lebt heute noch im Zoo Hannover.

Das Höchstalter von Giraffen in freier Wildbahn wird auf 20 bis 25 Jahre geschätzt, in Zoos können sie ein Alter von bis zu 28 Jahren erreichen. Die ersten Befunde aus der Pathologie der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover ergaben, dass Juji an einem Darmverschluss litt.

Stark gefährdet

Rothschild-Giraffen stehen auf der Roten Liste bedrohter Tier- und Pflanzenarten und gelten als „stark gefährdet“. In freier Wildbahn leben mittlerweile nur noch weniger als 1.700 Tiere (2016) der Giraffenart mit der auffallend großen Musterung. Zum Vergleich: Im Jahr 2013 wurde die Population noch auf 2.500 Tiere geschätzt. Der Zoo Hannover beteiligt sich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP), um den Erhalt der Rothschild-Giraffen zu sichern.