Starkes Trio am Sambesi

Nachwuchs bei den Springböcken

Sie laufen um die Wette, springen so weit und hoch sie können, aber vor allem halten sie immer zusammen: Bibi, Tina und Alex! In der Savanne am Sambesi erobern drei Springbockjungtiere gerade ihr Reich und lassen Kindheitserinnerungen aufleben. Denn das kleine Trio heißt wie die Protagonisten eines echten Hörspielklassikers um die Abenteuer von der kleinen Hexe Bibi Blocksberg und ihrer besten Freundin Tina Martin. Ihre tierischen Namensvetter sind im Erlebnis-Zoo beide am 22. August geboren. „Wir haben nach Namen gesucht, die gut zusammenpassen und für uns eine Bedeutung haben. Als wir unserer Tierärztin von der Idee erzählt haben und sie total begeistert war, standen die Namen fest,“ berichtet Tierpflegerin Maren Otto. Zwei Tage später kam dann ein drittes Jungtier dazu, ein Männchen. Sofort war den Tierpflegern klar: „Das ist Alex!“, der dritte Held aus den bekannten Kindergeschichten.

Springboecke Bibi, Tina und Alex
Bibi, Tina und Alex entdecken die Savanne - noch passen die Tierpfleger auf

Seine ersten Lebenswochen verbrachte der Nachwuchs wohlbehütet im warmen Stall: „Springböcke gehören wie alle Antilopen zu den sogenannten Abliegern. Das heißt, die Mütter legen ihre Jungtiere an einem sicheren Ort ab und suchen das Versteck nur auf, um den Nachwuchs zu säugen“, erklärt Tierpflegerin Otto. „So schützen sie die Kleinen vor ihren natürlichen Fressfeinden und lenken so wenig Aufmerksamkeit wie möglich auf den Nachwuchs.“ Erst wenn die Jungtiere groß genug sind, zuverlässig laufen können, um den Anschluss an die Gruppe nicht zu verpassen, gesellen sie sich zur Herde. „Deswegen sieht man Antilopenkinder in der Regel nicht, wenn sie noch ganz klein sind. Ihre Mütter machen eben ein großes Geheimnis aus ihnen“, erklärt Maren Otto.

Springbockjungtiere toben Erlebnis-Zoo Hannover
Das Springbock-Trio tobt über die Außenanlage

Nachdem die starken Regenfälle im niedersächsischen Sommer langsam nachgelassen haben, ist es für Bibi, Tina und Alex an der Zeit, ihre große Außenanlage zu entdecken. In den ersten Tagen werden sie dabei von den Tierpflegern begleitet, die sich an die Grabenränder als deutlich sichtbare Absperrung stellen. „Wenn die Kleinen wild am Toben und Herumspringen sind, könnten sie die Gräben übersehen und aus Versehen darin landen“, erklärt Otto. „Wir passen auf, dass sie die Anlage gut kennenlernen und lassen sie erst alleine, wenn wirklich jeder der drei zuverlässig die Kurven um alle Gräben herum läuft.“ Wie lange das dauert, können die Tierpfleger nicht vorhersagen. Aber zumindest Alex scheint ganz besonders schlau zu sein, wie sich morgens auf dem Weg zur großen Anlage immer wieder zeigt: Anstatt sich in der Gruppe hinten einzureihen und mit allen gemeinsam durch die Tür zu gehen, nutzt der junge Springbock einfach eine Abkürzung durch einen Seitenschieber und ist immer ganz vorne mit dabei.

Springbockjungtier knabbert an Laub - Erlebnis-Zoo Hannover
Der Herbst schmeckt den jungen Antilopen