Blauzungenskink

Tiliqua scincoides

Blauzungenskink Nahaufnahme auf StammSkink auf der Hand mit ausgestreckter blauer Zunge
Der Blauzungenskink ist eine australische Reptilienart, die diesen Namen durch ihre kobaltblaue Zunge erhielt. Sie haben einen relativ großen Kopf, mit einem breiten, abgeflachten Leib. Die Gliedmaßen wirken im Vergleich zum Körper sehr klein, dadurch wirkt diese Art sehr schlangen-ähnlich. Der Schwanz der Skinke ist mäßig lang und wie der Rest des Tieres auch, mit glatten, graubraunen Körperschuppen bedeckt. Dunklere Schuppen bilden auf der Oberseite des Tieres ein streifenförmiges Muster.

Steckbrief

Lebensraum
Busch- und Grasland Australiens
Größe
bis zu 52 cm Körperlänge
Gewicht
bis zu 500 g
Fressfeinde
Füchse, Greifvögel, Schlangen …
Nahrung
Blätter, Blüten, Insekten, Würmer …
Brutzeit
ca. 122 Tage
Lebenserwartung
etwa 15 Jahre
Wenn Gefahr droht, strecken Blauzungenskinke ihre markante blaue Zunge heraus. Je agressiver der Feind, umso weiter wird die Zunge gezeigt. Für viele Feinde wirkt dies abstoßend, da die blaue Farbe in der Natur selten vertreten ist. Einen anderen Clou haben die Echsen auch noch auf Lager: die Zunge reflektiert zudem auch noch ultraviolette Strahlung und leuchtet dann auf. Im Gegensatz zu uns Menschen, können viele Tiere ultraviolette Strahlung sehen.
Blauzungenskinke gehören zu den bodenbewohnenden Echsen. Sie meiden feuchte Gebiete, stattdessen bevorzugen sie Felsansammlungen in Graslandschaften. Hier gebärt das Weibchen auch nach etwa vier Monaten Tragzeit bis zu 14 Jungtiere. Blauzungenskinke legen also keine Eier, sondern sind lebendgebärend. Sie sind übrigens gern gesehene Terrarientiere, da sie relativ schnell zahm werden, im Vergleich zu anderen Echsenarten.
Viele Skinkarten, die sich oft im Boden einbuddeln, besitzen ein spezielles unteres bewegliches Lid am Auge. Dies wird beim Graben als zusätzlicher Schutz für das Auge hochgeklappt und ermöglicht ihnen freie und vor allem sichere Sicht. So haben sie immer ihre Schutzbrille dabei und behalten den Durchblick wenn sie in der Erde abtauchen.
Die blaue Zunge ist das erste Mittel um abzuschrecken. Funktioniert dies nicht, können sie relativ schnell das Weite suchen, indem sie ihre Gliedmaßen anziehen und schlangenähnlich über den Boden gleiten. Kommt es zu einer Gefahrensituation, der sie sich nicht entziehen können, kann die Reptilienart auch beißen. Obwohl sie keine großen Zähne besitzen, haben sie einen sehr kräftigen Kiefer, der unschöne Wunden verursachen würde.
Die Gruppe der Skinke ist sehr divers und hat sich auf verschiedene Terrains spezialisiert So gibt es baumbewohnende Arten mit Widerhaken am Schwanz oder auch andere bodenbewohnende, die sich im Boden gerne vergraben. Manche können ihren Schwanz bei der Flucht abwerfen, andere nicht. Gemeinsam haben sie jedoch alle ihre schlangenartige Fortbewegungsweise. Bei manchen Arten sind sogar gar keine Beine mehr vorhanden.