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Der Erlebnis-Zoo schützt Feldhamster

Feldhamster in Gras

Feldhamster-Projekt

Der Erlebnis-Zoo schützt Feldhamster

Der Feldhamster ist in Niedersachsen heimisch – und steht kurz vor dem Aussterben. Viele Populationen sind so klein , dass sie sich selbst nicht mehr erhalten können! Deshalb hat der Erlebnis-Zoo erfolgreich eine koordinierte Ex-situ-Zucht (ex situ = außerhalb des Lebensraums) aufgebaut. Gemeinsam mit Expertenteams und Forschenden wird der Feldhamster-Nachwuchs in extra dafür naturnah aufbereiteten Gebieten ausgewildert.
OrtNiedersachsen (Deutschland)
Tierart(en)Feldhamster
Rote-Liste-Statusvom Aussterben bedroht
Warum bedroht?Lebensraumverlust, Monokulturen und Pestizide
ProjektnameFeldhamster-Projekt
Was wird getan?Feldhamster werden im Zoo gezüchtet und ausgewildert
Zoo-Logo (klein)

Erlebnis-Zoo, AG Feldhamsterschutz, TenneT & TransnetBW

Das Feldhamster-Projekt ist ein gemeinsames Artenschutzprojekt des Erlebnis-Zoo mit den Übertragungsnetzbetreiber TenneT und TransnetBW im Rahmen des Netzausbauprojekts SuedLink. Die Auswilderung wird fachlich von der AG Feldhamsterschutz Niedersachsen e.V. begleitet.

Zur Website der AG Feldhamsterschutz

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Feldhamster
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Feldhamster ausgewildert
hamster im loch
Feldhamster ausgewildert

Feldhamster-Fakten

Der Feldhamster ist ein mittelgroßes Nagetier mit runden Ohren und dreifarbigem Fell: Sein Rücken und seine Flanken sind goldbraun, der Bauch ist schwarz und er hat weiße Flecken an Hals und Wangen. Er besitzt zudem große Backentaschen, in denen er Nahrung transportiert. Feldhamster sind meist dämmerungs- und nachtaktiv. Sie verbringen viel Zeit damit, Nahrungsvorräte für den Winter anzulegen, die sie in ihren Erdbauten sammeln. Diese Bauten sind komplex, mit separaten Kammern für das Schlafen und das Lagern von Nahrung.

Zucht zur Arterhaltung

Die sogenannte Erhaltungszucht ist ein wichtiger Baustein des Artenschutzes, besonders wenn sich Arten in der Natur nicht mehr selbst erhalten können. Die Feldhamster-Zucht des Erlebnis-Zoo ist eine solche Erhaltungszucht. Sie ist konkret darauf ausgelegt, die Bestände des Feldhamsters in der Natur zu stützen, und zwar durch die anschließende Wiederansiedlung der nachgezüchteten Tiere in geeigneten Lebensräumen. Der Zoo verfolgt damit den „One Plan Approach“ der Internationalen Union zur Bewahrung der Natur. Dieser betont, dass Artenschutz am effektivsten ist, wenn Maßnahmen innerhalb und außerhalb der Lebensräume kombiniert werden.

Wiederansiedlung auf 30.000 Quadratmetern

Der Feldhamster lebt in offenen, landwirtschaftlich genutzten Flächen wie Wiesen, Feldern und Koppeln. Hier legt er seine unterirdische Bauten an, zum Schutz vor Fressfeinden sowie Platz zum Lagern von Vorräten. Er bevorzugt Flächen mit viel Bewuchs, die ihm Nahrung wie Getreide, Wurzeln und andere Pflanzenteile bieten. Die passende Wiederansiedlungs-Fläche für die Nachzuchten aus dem Erlebnis-Zoo liegt in der Calenberger Börde und ist drei Hektar groß. Auf ihr wachsen mehrjährige Blühmischungen mit vielen Sonnenblumen, Hülsenfrüchtlern und Hafer. Zusätzlich wird die Fläche in der ersten Zeit durch einen Weidezaun vor Prädatoren geschützt.

Kooperationspartner

TenneT und TransnetBW treiben im Rahmen ihres gemeinsamen Netzausbauprojekts SuedLink nicht nur die Energiewende in Deutschland voran. Sie engagieren sich auch für den Artenschutz – und weit über die gesetzlichen Anforderungen hinaus. Gemeinsam mit dem Erlebnis-Zoo Hannover haben die beiden Übertragungsnetzbetreiber die Erhaltungszucht für die Feldhamsterpopulation in der Region um Hannover und Hildesheim gestartet. Die AG Feldhamsterschutz begleitet das Projekt tatkräftig und mit ihrem Expertenwissen.