Schlangenbestimmung mit KI
Hautmuster als digitaler Fingerabdruck
Die Bestimmung von Schlangenarten ist eine wichtige Grundlage für den Schutz bedrohter Arten und die Kontrolle des internationalen Wildtierhandels. Ob Schlangenarten anhand ihres charakteristischen Hautmusters automatisch erkannt werden können, sollte in einer Studie untersucht werden. Dafür werden moderne Methoden der Bilderkennung eingesetzt, um artspezifische Merkmale zuverlässig auszuwerten. Langfristig soll die Technologie Fachleute bei der Identifizierung von Schlangen und Produkten aus Schlangenhaut unterstützen und so den Artenschutz stärken.
Projektdaten
| Zeitraum | Bereitstellung von Fotos in 2025 |
| Projektstatus | Abgeschlossen |
| Kooperationspartner | Zoological Society of London und weitere |
| Ziel | Automatisierte Erkennung von Schlangenarten anhand der Hautmuster und somit Unterstützung der Kontrolle des internationalen Handels |
Zoos liefern Datenbasis
Für die Entwicklung des Systems wurden Bilder lebender Schlangen sowie von Produkten aus Schlangenleder mit bekannter Artzugehörigkeit ausgewertet. Dies ist besonders anspruchsvoll, da Lederwaren häufig weder Kopf noch Schwanz enthalten und sich die Haut während der Verarbeitung verändern kann. Der Erlebnis-Zoo Hannover sowie weitere zoologische Einrichtungen trugen sowohl ihre Expertise als auch Bildmaterial gehaltener Tiere zum Aufbau des Datensatzes bei. In einer ersten Machbarkeitsstudie konnte das System sieben häufig gehandelte, durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) geschützte Schlangenarten mit einer Treffergenauigkeit von 77 Prozent unterscheiden.
Wissenschaftliche Veröffentlichung


