Einblicke in die Eisbären-Wurfhöhle
Videoaufnahmen liefern seltene Forschungsdaten
Die ersten Lebenswochen eines Eisbären verbringen Mutter und Jungtier gut geschützt in der Wurfhöhle. Entsprechend selten sind wissenschaftliche Daten aus dieser wichtigen Entwicklungsphase, da Beobachtungen in freier Wildbahn kaum möglich sind. Die Höhlen liegen abgelegen und Störungen müssen unbedingt vermieden werden. Videoaufzeichnungen aus zoologischen Einrichtungen eröffnen daher einzigartige Forschungsmöglichkeiten, ohne Mutter und Jungtier zu stören. Eine Studie wertete die Videoaufnahmen aus dem Erlebnis-Zoo Hannover von Eisbärin "Milana" und ihrer Tochter "Nana" sowie aus zwei weiteren Zoos aus.
Projektdaten
| Zeitraum | Videoaufnahmen aus 2019 |
| Projektstatus | Abgeschlossen |
| Kooperationspartner | San Diego Zoo Wildlife Alliance und weitere |
| Ziel | Erkenntnisse über das Verhalten von Mutter und Jungtier in den ersten 30 Lebenstagen |








Forschung für den Schutz einer gefährdeten Art
Im Mittelpunkt der Studie stand die Frage, wie Muttertiere ihre Jungtiere in den ersten 30 Lebenstagen versorgen und wie sich Verhaltensweisen wie Körperkontakt, Säugen, Ruhen und Pflege entwickeln. Die Forschenden konnten zeigen, dass die Jungtiere besonders in den ersten Tagen einen Großteil ihrer Zeit in engem Kontakt zur Mutter verbringen. Solche Erkenntnisse liefern wichtige Grundlagen, um die Biologie und den Schutz der gefährdeten Art besser zu verstehen.

