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Grundlagenforschung zu Schnurrhaaren der Kegelrobben

Kegelrobbe liegt

Wie Vibrissen als Bioindikatoren nutzbar werden

Haare können wertvolle Informationen über Umweltbedingungen, Schadstoffbelastungen oder den Gesundheitszustand eines Tieres enthalten. Um diese als Bioindikatoren nutzen zu können, muss jedoch zunächst verstanden werden, wie die entsprechenden Haare wachsen und welche Faktoren das Wachstum beeinflussen.
Im Rahmen einer europaweiten Studie wurden ausgewählte Schnurrhaare von zehn verschiedenen Robbenarten über einen Zeitraum von 12 Monaten vermessen. Der Erlebnis-Zoo beteiligte sich mit den Kegelrobben an dem Projekt.

Projektdaten

ZeitraumDatenaufnahme 2024/2025
ProjektstatusDatenauswertung
KooperationspartnerManchester Metropolitan University, Großbritannien
ZielUntersuchung biologischer Einflussfaktoren auf das Schnurrhaarwachstum, um diese als Bioindikatoren nutzbar zu machen
Auf einem Foto bestimmen die Forschenden die zu messenden SchnurrhaareBeim medizinischen Training werden die Schnurrhaare der Kegelrobben gemessenKegelrobben-PorträtKegelrobbe
Auf einem Foto bestimmen die Forschenden die zu messenden Schnurrhaare
Beim medizinischen Training werden die Schnurrhaare der Kegelrobben gemessen
Kegelrobben-Porträt
Kegelrobbe

Medizinisches Training ermöglicht die Datenerhebung

Die Messungen wurden durch das Medizinische Training der Kegelrobben ermöglicht, das einen wichtigen Bestandteil der täglichen Tierbetreuung darstellt. Dabei lernen die Tiere, bei Untersuchungen freiwillig mitzuwirken. Vertrauen und aktive Mitarbeit der Tiere stehen dabei stets im Mittelpunkt. Im Rahmen der Studie wurde das Vermessen der Vibrissen mit einem Messschieber in das Training integriert. Für die Robben bedeutete dies Stillhalten, während ein anfangs unbekanntes Instrument an die Nase geführt wurde. Training für die Robben um im Ernstfall das Tier möglichst stressfrei untersuchen und behandeln zu können, und zugleich konnten die Tierpflegenden wertvolle Daten für die Grundlagenforschung gewinnen.
Kegelrobbe

Tiertraining

Ein wichtiger Bestandteil der modernen Tierhaltung in Zoos ist das Tiertraining. Durch freiwilliges Mitmachen lernen Tiere beispielsweise, sich untersuchen zu lassen, auf eine Waage zu gehen oder ihre Zähne zu zeigen. Dies reduziert Stress, erleichtert die Tierpflege, trägt zum Wohlbefinden der Tiere bei und fördert zudem die kognitive Beschäftigung.