Pinselohrschweine und die Afrikanische Schweinepest
Vermeintliche Hybriden auf dem Prüfstand
Afrikanische Wildschwein-Arten, wie das Pinselohrschwein (Potamochoerus porcus, bis 2026 im Bestand), können das Virus der "Afrikanischen Schweinepest" in sich tragen, jedoch ohne schwer zu erkranken. Wildschweine aus Europa und Asien können hingegen schwer erkranken und sterben, dies gilt ebenso für die gezüchteten Hausschwein-Rassen (Sus scrofa forma domestica).
In den vergangenen Jahren kam jedoch die Frage auf, ob Pinselohrschweine sich mit Hausschweinen kreuzen und welche Resistenz die etwaigen Hybriden aufweisen.
Projektdaten
| Projektstatus | Abgeschlossen |
| Zeitraum | Probennahme in 2023 |
| Kooperationspartner | Université de Montpellier, Tiergarten Nürnberg, EAZA Tapir and Suiform TAG und weitere |
| Ziel | Genetische Analyse möglicher Kreuzungen von Pinselohrschwein und Hausschwein vor dem Hintergrund der Afrikanischen Schweinepest |
Haarproben liefern die Antwort
Mit einem kleinen Beitrag konnten unsere Pinselohrschweine die Studie unterstützen: mit ihren Haaren, die beim regelmäßigen Kraulen aus ihrem Fell fielen. Diese Haare sowie die von vielen weiteren Pinselohrschweinen aus anderen europäischen Zoos wurden genetisch analysiert.
Trotz zahlreicher Berichte über Kreuzungen zwischen Hausschweinen und afrikanischen Wildschweinen konnten die Forschenden keine genetischen Belege für solche Hybriden finden. Die vermeintlichen Hybriden sind vielmehr Hausschweine mit einer besonderen genetischen Mischung verschiedener europäischer und asiatischer Abstammungslinien.

