Bei den leuchtend gelben
Schrecklichen Pfeilgiftfröschen tragen die Männchen die größte Verantwortung in der Aufzucht des Nachwuchses. Im wahrsten Sinne: Sie tragen die geschlüpften Quappen auf ihrem Rücken zur nächsten Wasserquelle — nachdem sie den Laich über drei Wochen bewacht und bewässert haben. Im Amphibium machen es die Tierpflegenden den Frosch-Vätern etwas leichter: Sie entnehmen den meisten Laich aus den vorgefertigten Eiablageplätzen und lassen die Quappen in der Aufzuchtstation heranwachsen. Über 200 Schreckliche Pfeilgiftfrösche konnten auf diese Weise im Amphibium nachgezogen und an die verschiedenen Haltungen des CC-Netzwerks weitergegeben werden.
Der Schreckliche Pfeilgiftfrosch wird von der Internationalen Union zur Bewahrung der Natur als „stark gefährdet" eingestuft, denn Phyllobates terribilis kommt nur in einem kleinen Verbreitungsgebiet im kolumbianischen Regenwald vor, das zunehmend zerstört wird.
„Wir freuen uns sehr über den Zuchterfolg bei diesen beiden gefährdeten Arten", so Zoo-Geschäftsführer Andreas M. Casdorff „Im Amphibium zeigen wir, dass die Haltung und Zucht von Wildtieren wichtige Bestandteile im Kampf gegen das Artensterben und den Verlust von Biodiversität sind." In der einsehbaren Aufzuchtstation können die Zoo-Besuchenden Amphibien in den verschiedenen Stufen ihrer Metamorphose beobachten.