Hier Tageskarten kaufen!

wetlands

Wetlands
for Life!

Artenschutz

Zoos im Einsatz für Feuchtgebiete

„Wetlands for Life!“

Warum Feuchtgebiete unsere Zukunft sichern

Ob Flüsse, Seen, Moore oder Sümpfe – Feuchtgebiete gehören zu den faszinierendsten und zugleich wichtigsten Lebensräumen unseres Planeten. Sie sind Heimat für unzählige Tier- und Pflanzenarten, speichern Kohlenstoff, reinigen Wasser und helfen dabei, Dürren ebenso wie Überschwemmungen abzumildern. Trotzdem gehören sie heute zu den am stärksten bedrohten Ökosystemen der Erde.
Mit der neuen Artenschutzkampagne „Wetlands for Life!“ rückt der europäische Zooverband EAZA (European Association of Zoos and Aquaria) diese oft unterschätzten Lebensräume in den Mittelpunkt. Als Mitglied der EAZA beteiligt sich auch der Erlebnis-Zoo Hannover an der europaweiten Kampagne. In den kommenden zwei Jahren möchten wir gemeinsam mit vielen weiteren zoologischen Einrichtungen auf die enorme Bedeutung von Feuchtgebieten aufmerksam machen – weltweit und direkt vor unserer Haustür.
Denn der Schutz von Feuchtgebieten bedeutet weit mehr als den Erhalt einzelner Seen oder Sümpfe. Er bewahrt einzigartige Lebensräume, schützt bedrohte Tierarten und sichert wichtige Grundlagen unseres eigenen Lebens.

Zur Website der Kampagne

Wetlands for Life

Feuchtgebiete – die „Nieren der Erde“

Wenn von den bedeutendsten Ökosystemen der Erde die Rede ist, stehen meist tropische Regenwälder oder Korallenriffe im Mittelpunkt. Feuchtgebiete hingegen erhalten oft weniger Aufmerksamkeit – dabei erfüllen sie unverzichtbare Aufgaben für Mensch und Natur.
Zu den Feuchtgebieten zählen Flüsse, Seen, Moore, Sümpfe, Mangroven, Lagunen und Auen ebenso wie Oasen oder kleinere Gewässer. Selbst künstlich angelegte Teiche können wertvolle Feuchtlebensräume sein. So unterschiedlich diese Lebensräume auch erscheinen mögen – sie alle werden vom Wasser geprägt und bieten einer außergewöhnlichen Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten ein Zuhause.
Fluss
Bootsfahrt auf dem Sambesi

Ob natürlich oder künstlich angelegt: Feuchtgebiete sind wertvolle Lebensräume

Frosch im Teich
1

Feuchtgebiete sind artenreiche Ökosysteme

Viele Tiere sind auf Feuchtgebiete angewiesen. Amphibien benötigen sie für ihre Fortpflanzung, Wasservögel finden dort Nahrung und geeignete Brutplätze, zahlreiche Fischarten verbringen ihr gesamtes Leben in diesen Lebensräumen. Auch viele Säugetiere sind auf Flüsse, Seen oder Sümpfe angewiesen – sei es zur Nahrungssuche, als Rückzugsort oder zum Schutz vor Hitze.
2

Feuchtgebiete sichern das Wasser von morgen:

Feuchtgebiete leisten jedoch weit mehr als den Erhalt der biologischen Vielfalt. Sie wirken wie natürliche Wasserfilter, indem sie Schadstoffe zurückhalten und Wasser reinigen. Gleichzeitig speichern sie große Wassermengen und tragen dazu bei, Hochwasser ebenso wie Trockenzeiten abzumildern.
Moor
3

Intakte Feuchtgebiete tragen zum Klimaschutz bei:

Eine besondere Rolle spielen Moore. Sie binden über Jahrtausende enorme Mengen Kohlenstoff und gehören damit zu den wichtigsten natürlichen Kohlenstoffspeichern der Erde. Werden Moore entwässert oder zerstört, gelangt das gespeicherte Kohlendioxid in die Atmosphäre und verstärkt den Klimawandel.
Während tropische Regenwälder häufig als die „grünen Lungen der Erde“ bezeichnet werden, könnte man Feuchtgebiete ebenso treffend die „Nieren der Erde“ nennen. Sie reinigen Wasser, regulieren natürliche Kreisläufe und schaffen die Grundlage für unzählige Tier- und Pflanzenarten – und damit letztlich auch für uns Menschen.

Schon gewusst?

Feuchtgebiete bedecken nur einen kleinen Teil der Erdoberfläche, beherbergen jedoch einen außergewöhnlich großen Anteil der weltweiten Artenvielfalt.

Feuchtgebiete unter Druck

So wertvoll Feuchtgebiete für unseren Planeten sind, so stark stehen sie heute unter Druck. Weltweit verschwinden sie in alarmierendem Tempo – mit gravierenden Folgen für Tiere, Pflanzen und den Menschen.
Mit dem Wachstum der Weltbevölkerung steigt der Bedarf an Wohnraum, Infrastruktur und landwirtschaftlichen Flächen. Moore werden trockengelegt, Sümpfe entwässert und Flussauen verändert. Lebensräume, die sich über Jahrtausende entwickelt haben, gehen dadurch innerhalb kurzer Zeit unwiederbringlich verloren.
Auch die intensive Landwirtschaft belastet viele Gewässer. Düngemittel und Pflanzenschutzmittel gelangen in Flüsse und Seen und verschlechtern dort die Wasserqualität. Hinzu kommen in einigen Regionen Industrieabwässer oder andere Schadstoffe, die empfindliche Ökosysteme zusätzlich beeinträchtigen.
Viele Flüsse werden zudem begradigt oder vertieft, um sie für die Schifffahrt oder die Wasserwirtschaft nutzbar zu machen. Dadurch verschwinden natürliche Uferbereiche und wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.
Gleichzeitig wächst weltweit der Bedarf an Süßwasser. Wasser wird für Städte, Landwirtschaft und Industrie entnommen und fehlt an anderer Stelle den natürlichen Lebensräumen. Verschärft wird diese Entwicklung durch den menschengemachten Klimawandel: Längere Trockenperioden lassen Flüsse, Seen und Moore austrocknen und setzen die dort lebenden Arten zusätzlich unter Druck.
All diese Entwicklungen greifen ineinander und zeigen, wie eng Klima-, Gewässer- und Artenschutz miteinander verbunden sind.
Ökosysteme unter Druck

Wenn der Zoo erwacht – die Welt der Amphibien

Krötenwanderung

Besonders eindrucksvoll zeigt sich die Bedeutung von Feuchtgebieten jedes Frühjahr. Sobald die Temperaturen steigen, beginnen Frösche, Kröten und Molche ihre Wanderung zu den Laichgewässern.
Nach der Winterruhe machen sie sich auf den Weg zu Teichen und Tümpeln, um sich fortzupflanzen. Dort entwickeln sich aus dem Laich zunächst Kaulquappen, die vollständig im Wasser leben und über Kiemen atmen. Erst im Laufe der Metamorphose entstehen daraus junge Frösche oder Molche, die später auch an Land leben können.
Ohne geeignete Feuchtgebiete wäre dieser faszinierende Lebenszyklus nicht möglich. Amphibien gehören deshalb weltweit zu den am stärksten bedrohten Tiergruppen. Der Erhalt ihrer Lebensräume ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass auch künftige Generationen dieses Naturschauspiel erleben können.
Aus diesem Grund bildete die Welt der Amphibien den Auftakt der Kampagne „Wetlands for Life!“ im Erlebnis-Zoo Hannover. Mit einem Aktionswochenende konnten große und kleine Gäste die beeindruckenden Anpassungen dieser Tiere kennenlernen und erfahren, warum der Schutz von Feuchtgebieten für ihr Überleben so wichtig ist.
An genau diesem Punkt setzt die Artenschutzkampagne der Europäischen Zoovereinigung an: In den kommenden zwei Jahren und darüber hinaus soll das Bewusstsein für die Bedeutung und die Bedrohung von Feuchtgebieten geschärft werden – weltweit und direkt vor unserer Haustür.
Wetlands - EAZA

Wetlands for Life – Gemeinsam für den Schutz der Feuchtgebiete

Genau hier setzt die EAZA-Artenschutzkampagne „Wetlands for Life!“ an. Alle zwei Jahre initiiert der europäische Zooverband eine gemeinsame Artenschutzkampagne, an der sich zoologische Einrichtungen in ganz Europa beteiligen. Während in den vergangenen Jahren unter anderem die Tierwelt Vietnams oder bedrohte Singvögel Südostasiens im Mittelpunkt standen, richtet sich der Blick nun auf einen Lebensraum, von dem unzählige Arten – und letztlich auch wir Menschen – abhängig sind.
Mit „Wetlands for Life!“ möchten wir im Erlebnis-Zoo Hannover die faszinierende Welt der Feuchtgebiete erlebbar machen. Wir informieren über ihre Bedeutung für die Artenvielfalt, zeigen ihre Bedrohungen auf und machen deutlich, warum ihr Schutz nicht nur eine Aufgabe des Naturschutzes ist, sondern uns alle betrifft.
Denn wer Feuchtgebiete schützt, schützt weit mehr als Wasserflächen – er bewahrt die Lebensgrundlage unzähliger Tier- und Pflanzenarten und leistet einen wichtigen Beitrag für die Zukunft unseres Planeten.

Flamingos – Botschafter der Feuchtgebiete

Wer an Feuchtgebiete denkt, hat oft sofort Flamingos vor Augen. Mit ihren langen Beinen, dem rosafarbenen Gefieder und ihrer eleganten Erscheinung gehören sie zu den bekanntesten Bewohnern flacher Seen und Lagunen. Doch Flamingos sind weit mehr als nur eindrucksvolle Vögel – sie stehen sinnbildlich für die Bedeutung intakter Feuchtgebiete.
Deshalb sind sie die Botschafter der EAZA-Artenschutzkampagne „Wetlands for Life!“. Ihr Überleben ist eng an gesunde Gewässer geknüpft. Mit ihren hoch spezialisierten Schnäbeln filtern sie winzige Krebstiere, Algen und andere Kleinstlebewesen aus dem Wasser. Verändert sich ihr Lebensraum, hat das unmittelbare Auswirkungen auf die Flamingos – und auf viele weitere Tierarten, die dieselben Gewässer nutzen.
Auch im Erlebnis-Zoo Hannover begegnen Sie Rosaflamingos am Ufer des Sambesi. Sie erinnern daran, dass der Schutz von Feuchtgebieten immer auch den Schutz einer faszinierenden Artenvielfalt bedeutet.
Flamingos am See
Late-Zoo

Tierische Botschafter der Feuchtgebiete im Erlebnis-Zoo

Ein Rundgang durch den Erlebnis-Zoo führt Sie zu Tieren aus aller Welt – und viele von ihnen verbindet eines: Sie sind auf Flüsse, Seen, Sümpfe oder andere Feuchtgebiete angewiesen. Jedes dieser Tiere erzählt seine eigene Geschichte und zeigt, warum der Schutz dieser Lebensräume so wichtig ist.
Flusspferd

Flusspferde im Erlebnis-Zoo Hannover

1

Flusspferde

(Hippopotamus amphibius) - Flusspferde verbringen den größten Teil ihres Tages im Wasser. Flüsse, Seen und Sumpfgebiete schützen ihre empfindliche Haut vor der intensiven Sonneneinstrahlung und helfen ihnen dabei, ihre Körpertemperatur zu regulieren. Erst in der Dämmerung verlassen sie das Wasser, um an Land nach Nahrung zu suchen.
Doch ihre Lebensräume verändern sich. Wasser wird für Landwirtschaft und Siedlungen genutzt, Flüsse werden aufgestaut oder umgeleitet und längere Trockenzeiten lassen Wasserflächen schrumpfen. Wo das Wasser verschwindet, verlieren Flusspferde einen unverzichtbaren Teil ihres Lebensraums.
Drei Agaponiden in Nahaufnahme

Rußköpfchen im Erlebnis-Zoo Hannover

2

Rußköpfchen

(Agapornis nigrigenis) - Die farbenfrohen Rußköpfchen leben in einem vergleichsweise kleinen Verbreitungsgebiet im südlichen Afrika. Anders als viele andere Vogelarten müssen sie mehrmals täglich trinken und nutzen Wasser außerdem zur Gefiederpflege.
Längere Trockenzeiten und die zunehmende Nutzung der Wasserressourcen erschweren den kleinen Papageien den Zugang zu geeigneten Wasserstellen. Deshalb gilt das Rußköpfchen heute als gefährdet.
Querzahnmolch
3

Pátzcuaro-Querzahnmolch 

(Ambystoma dumerilii) - Der Pátzcuaro-Querzahnmolch ist ein enger Verwandter des bekannteren Axolotls und lebt ausschließlich im Pátzcuaro-See in Mexiko. Sein gesamtes Leben verbringt er im Wasser – eine Besonderheit unter den Amphibien.
Doch sein Lebensraum ist stark bedroht. Verschmutzungen, eingebrachte Fischarten und die Veränderung des Sees setzen der kleinen Amphibienart so stark zu, dass sie heute als vom Aussterben bedroht gilt. Ihr Schicksal zeigt eindrucksvoll, wie empfindlich Feuchtgebiete auf Veränderungen reagieren.
Asiatischer Kurzkrallenotter
4

Asiatischer Zwergotter 

(Aonyx cinereus) - Die Asiatischen Zwergotter im Dschungelpalast sind hervorragend an das Leben in und an Gewässern angepasst. Flüsse, Seen und Mangroven bieten ihnen Nahrung und Schutz. Mit ihren geschickten Pfoten suchen sie nach Krebsen, Muscheln oder anderen kleinen Wassertieren.
Doch vielerorts werden Feuchtgebiete trockengelegt oder durch Schadstoffe belastet. Da Zwergotter am Ende der Nahrungskette stehen, reichern sich Umweltgifte in ihrem Körper an und können ihre Gesundheit erheblich beeinträchtigen.
Flamingo
5

Rosaflamingo

(Phoenicopterus roseus) - Rosaflamingos sind die Botschafter der Kampagne „Wetlands for Life!“ – und das aus gutem Grund. Sie leben in flachen Seen und Lagunen und sind vollständig auf diese besonderen Lebensräume angewiesen.
Mit ihren spezialisierten Schnäbeln filtern sie ihre Nahrung aus dem Wasser. Nur wenn Gewässer intakt sind und ausreichend Kleinstlebewesen beherbergen, finden Flamingos genügend Nahrung. Sie stehen damit stellvertretend für viele weitere Tierarten, deren Überleben unmittelbar von gesunden Feuchtgebieten abhängt.

Gemeinsam für den Schutz der Feuchtgebiete

Artenschutz endet für uns nicht an den Grenzen des Zoos. Als Mitglied der EAZA beteiligt sich der Erlebnis-Zoo Hannover an der europaweiten Kampagne „Wetlands for Life!“ und möchte in den kommenden zwei Jahren die Aufmerksamkeit auf diese oft unterschätzten Lebensräume lenken.
Mit Veranstaltungen, Führungen, Bildungsangeboten und Beiträgen in den sozialen Medien möchten wir zeigen, warum Feuchtgebiete so wertvoll sind und welche Folgen ihr Verlust für Tiere, Pflanzen und letztlich auch für uns Menschen hat.

Der Erlebnis-Zoo auf Instagram

Was Sie zum Schutz von Feuchtgebieten beitragen können

Feuchtgebiete zu schützen, ist nicht nur Aufgabe von Naturschutzorganisationen oder zoologischen Einrichtungen. Auch im Alltag gibt es viele Möglichkeiten, einen Beitrag zu leisten. Oft sind es bereits kleine Veränderungen, die langfristig einen Unterschied machen.
1
Naturnahe Gärten gestalten: Ein Teich ohne Zierfische, heimische Wasserpflanzen und strukturreiche Ufer bieten Amphibien, Libellen und vielen weiteren Tieren wertvolle Lebensräume
2
Auf Pestizide und chemische Dünger verzichten: So gelangen weniger Schadstoffe in Böden, Gewässer und das Grundwasser.
3
Regenwasser nutzen: Regentonnen helfen dabei, wertvolles Trinkwasser zu sparen und den natürlichen Wasserkreislauf zu unterstützen.
4
Laub und Altgras liegen lassen: Sie bieten Amphibien, Insekten und anderen Kleintieren wichtige Verstecke und Überwinterungsplätze.
5
Umweltfreundliche Reinigungsmittel verwenden: Sie belasten Gewässer deutlich weniger als viele herkömmliche Produkte.
6
Mikroplastik vermeiden: Naturkosmetik und Kleidung aus Naturfasern tragen dazu bei, den Eintrag von Mikroplastik in Flüsse und Seen zu verringern.
7
Torffreie Blumenerde kaufen: Damit helfen Sie, Moore als wichtige Kohlenstoffspeicher und einzigartige Lebensräume zu erhalten.
8
Bewusst konsumieren: Eine nachhaltige Lebensweise schont wertvolle Ressourcen – auch Wasser und natürliche Lebensräume.

Jeder noch so kleine Beitrag hilft dabei, Feuchtgebiete für kommende Generationen zu bewahren.

Feuchtgebiete
vor unserer Haustür

Teich im Zoo
Wer an Feuchtgebiete denkt, hat oft weitläufige Flusslandschaften oder tropische Mangroven im Kopf. Dabei finden sich wertvolle Feuchtlebensräume auch mitten in unserer Stadt.
Mit seinen naturnah gestalteten Wasserflächen bietet der Erlebnis-Zoo Hannover nicht nur den Zootieren ein Zuhause. Rund um den Sambesi sowie an den Teichen und Tümpeln des Zoos finden zahlreiche wildlebende Tiere und Pflanzen geeignete Lebensräume.
Libelle im Zoo
In den Sommermonaten schwirren Libellen über die Wasseroberfläche, Wasservögel nutzen die Gewässer als Rast- und Nahrungsplatz und verschiedene Amphibien finden hier geeignete Laichgewässer. Schilf, Seerosen und viele weitere Wasserpflanzen schaffen Rückzugsorte und tragen zu einem ausgeglichenen Mikroklima bei.
Gerade diese kleinen Feuchtgebiete zeigen, wie wichtig Wasserflächen auch in städtischen Räumen sind. Sie fördern die biologische Vielfalt und bieten zahlreichen Tier- und Pflanzenarten wertvolle Lebensräume – oft direkt vor unserer Haustür.
Ein Zoobesuch bietet die Möglichkeit, Tiere nicht nur zu beobachten, sondern auch ihre Lebensräume kennenzulernen. Die Kampagne ‚Wetlands for Life!‘ zeigt, wie eng das Leben vieler Tierarten mit Feuchtgebieten verbunden ist. Dieses Wissen möchten wir anschaulich vermitteln und unsere Gäste dafür begeistern, genauer hinzuschauen.

Stephanie Löbe, Leitung Umweltbildung im Erlebnis-Zoo Hannover

Zoo-Besuchende werden zu Forschenden

Gemeinsam Artenvielfalt entdecken

Die Kampagne „Wetlands for Life!“ lädt nicht nur zum Staunen ein – sie macht auch Lust, selbst auf Entdeckungstour zu gehen.
Deshalb beteiligt sich der Erlebnis-Zoo Hannover an einem europaweiten Citizen-Science-Projekt über die Plattform iNaturalist. Ziel ist es, die Tier- und Pflanzenarten zu dokumentieren, die an den Feuchtgebieten im Zoo leben.
Mitmachen ist ganz einfach: Beobachten Sie bei Ihrem Zoobesuch Pflanzen oder Tiere an den Wasserflächen, fotografieren Sie Ihre Entdeckungen und laden Sie diese über die iNaturalist-App hoch. Jede Beobachtung liefert wertvolle Informationen über die Artenvielfalt im Zoo und trägt dazu bei, Feuchtlebensräume noch besser zu verstehen und langfristig zu schützen.
So werden Zoobesucherinnen und Zoobesucher selbst zu kleinen Naturforschenden.

iNaturalist

Feuchtgebiete schützen – Zukunft gestalten

Feuchtgebiete gehören zu den vielfältigsten und zugleich wertvollsten Lebensräumen unseres Planeten. Sie reinigen Wasser, speichern Kohlenstoff, bieten unzähligen Tier- und Pflanzenarten ein Zuhause und leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.
Mit der Kampagne „Wetlands for Life!“ möchten wir diesen oft übersehenen Lebensräumen mehr Aufmerksamkeit schenken. Denn jeder erhaltene Teich, jedes geschützte Moor und jeder lebendige Fluss trägt dazu bei, die biologische Vielfalt zu bewahren.
Vielleicht entdecken auch Sie bei Ihrem nächsten Besuch im Erlebnis-Zoo Hannover die Feuchtgebiete mit neuen Augen – und nehmen die eine oder andere Idee mit nach Hause. Denn Naturschutz beginnt oft dort, wo wir lernen, genauer hinzusehen.
Wetlands