
Moderne Kriminalistik dank Zootieren

Wenn DNA zum entscheidenden Beweis wird
Der Erlebnis-Zoo unterstützt ein Forschungsprojekt aus dem Bereich der Wildlife Forensik. Hierzu zählt beispielsweise Wilderei, illegaler Handel mit geschützten Arten sowie Verstöße gegen Artenschutzabkommen. Mithilfe genetischer Untersuchungen können nicht nur Arten, sondern auch einzelne Individuen eindeutig identifiziert werden. Auch die forensische Untersuchung domestizierter Tiere gewinnt an Bedeutung, etwa bei Diebstahl, Tierwohlvergehen oder in Strafverfahren, in denen tierische Spuren als Beweis dienen.
Dr. Annika Mozer und ihr Team vom Institut für Rechtsmedizin des Universitätsklinikum Bonn entwickelt „STRide“ (Short Tandem Repeat Identification in Equids)“, ein DNA-Markersystem für Pferde und andere Equiden.
Projektdaten
| Zeitraum | Bereitstellung von Proben in 2026 |
| Projektstatus | Datenauswertung |
| Kooperationspartner | Universitätsklinikum Bonn |
| Ziel | Entwicklung eines DNA-Markersystems für Pferde und andere Equiden |


Blutproben als Schatz für die Forschung
Für das STRide-Projekt stellte der Erlebnis-Zoo Blutproben von Wildequiden wie Somali-Wildesel (Equus africanus somaliensis), Grant-Steppenzebra (Equus quagga boehmi) und Hartmann-Bergzebra (Equus zebra hartmannae, nicht mehr im Bestand), und sowie den Pferderassen Dülmener Pferd und Exmoor-Pony (Equus caballus forma domestica) bereit.
Solche Blutproben stammen aus veterinärmedizinischen Untersuchungen, bei denen ausreichend Blut für weiterführende Diagnostik entnommen wird. Werden diese nicht benötigt, werden sie als „Left-over-samples“ in der Zoo-eigenen Biobank gelagert. So stehen sie für spätere Vergleichsuntersuchungen oder für Forschungsprojekte wie STRide zur Verfügung.
