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Zootiere für die Rettung des Wisents

Zwergrind in Heubett

Genetische Forschung für den Artenschutz

Der Wisent (Bos bonasus) - Europas größtes Landsäugetier - wurde vor etwa hundert Jahren in der Natur ausgerottet. Dank eines internationalen Zucht- und Wiederansiedlungsprogramms von Zoos und Naturschutzorganisationen konnten die europäischen Wildrinder jedoch erfolgreich in ihren ursprünglichen Lebensräumen angesiedelt werden. Heute leben wieder mehr als 8.000 Wisente in freier Natur.
Die Rückkehr des Wisents ist eine besondere Erfolgsgeschichte des Artenschutzes. Gleichzeitig stellt die geringe genetische Vielfalt der Population eine Herausforderung dar: Alle heute lebenden Wisente stammen von lediglich zwölf Gründertieren ab. Für den langfristigen Erhalt der Art ist es deshalb wichtig, ihre genetische Struktur und Vielfalt möglichst genau zu erfassen.

Projektdaten

ProjektstatusAbgeschlossen
ZeitraumProbennahme in 2019
KooperationspartnerGoethe-Universität Frankfurt am Main und Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt
ZielEntwicklung neuer genetischer Untersuchungsmethoden für den Wisent
Wisente auf einer WieseDas Waldbison-Jungtier mit seiner MutterDahomey am Sambesi Kraal im Zoo HannoverAltdeutsches schwarzbuntes Niederungsrind auf der Koppel von Meyers Hof im Zoo HannoverKuh liegend auf der Weide im Zoo Hannover
Wisente auf einer Wiese
Das Waldbison-Jungtier mit seiner Mutter
Dahomey am Sambesi Kraal im Zoo Hannover
Altdeutsches schwarzbuntes Niederungsrind auf der Koppel von Meyers Hof im Zoo Hannover
Kuh liegend auf der Weide im Zoo Hannover

Hilfe von nahen Verwandten

Um neue genetische Untersuchungsmethoden für den Wisent zu entwickeln, nutzten Forschende die Unterstützung nah verwandter Rinderarten und Haustierrassen. In insgesamt 37 europäischen Zoos wurden über 1.600 Speichel- und Kotproben von über 400 Individuen elf verschiedener Arten und Rassen gesammelt. Auch der Erlebnis-Zoo Hannover beteiligte sich an dieser europaweiten Studie: Waldbison (Bison bison athabascae), Dahomey-Zwergrind (bis 2026 im Bestand), Deutsches Schwarzbuntes Niederungsrind und Rotes Höhenvieh (alle Zuchtformen werden wissenschaftlich als Bos taurus forma domestica bezeichnet) sind allesamt nahe Verwandte des Wisents und konnten so bei der Studie unterstützen.
Die gewonnenen Proben dienten dazu, molekulargenetische Methoden zu entwickeln und zu testen, die künftig auch bei Wisenten eingesetzt werden können.
Gerrit Wehrenberg hält Proben in der Hand

Zoo-Blog

Ausführliche Informationen zu diesem Forschungsprojekt finden Sie in diesem Blog-Eintrag,

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