Ein lang gehegter Wunsch des Zoo-Teams und vieler Zoobesucherinnen und Zoobesucher ist in Erfüllung gegangen: Nach 18 Jahren sind die imposanten Aldabra-Riesenschildkröten (Geochelone gigantaea) wieder da. 2008 musste sich der Erlebnis-Zoo von den Tieren trennen, da ihre Anlage in die Jahre gekommen war und zudem mitten im Baugebiet für die heutige Themenwelt Yukon Bay lag.
Für „Cassiopeia“, „Romina“, „Bert“, „Leopold“ und ihre erhofften Nachkommen hat der Zoo ein gläsernes Warmhaus gebaut, das die Bedingungen ihres natürlichen Lebensraumes nachempfindet: 26-30 Grad Celsius, 60-80 Prozent Luftfeuchtigkeit, Sandflächen, Bademöglichkeiten. Das rund 240 m2 große Haus mit Natursteinboden bietet den vier Tieren ein großes Badebecken und Sandbäder. Bepflanzte Inseln tauchen das Haus in tropisches Grün. Eine Fußbodenheizung, UV-Leuchten und Infrarotstrahler und eine Luftbefeuchtungsanlage schaffen das optimale Tropenklima für die bedrohten Schildkröten.
Die Internationale Union zur Bewahrung der Natur (IUCN) stuft den Bestand der Seychellen- oder auch Aldabra-Riesenschildkröte als gefährdet ein. Ihr Lebensraum im Indischen Ozean ist heute nahezu ausschließlich auf das Aldabra-Atoll beschränkt. Klimawandel sowie invasive Arten setzen dem Bestand zusätzlich zu.
„Wir möchten aktiv zum Erhalt der bedrohten Art beitragen“, erklärte Zoogeschäftsführer Andreas M. Casdorff. Daher gibt es in dem neuen Warmhaus auch zwei spezielle Plätze – einen Sandhügel und ein Sandbecken, mit Fußbodenheizung gewärmt –, die für die Ei-Ablage vorgesehen sind. Die Weibchen können dort Gruben graben, um die 10-25 kugelförmigen Eier pro Gelege mit dem gewärmten Sand zu bedecken.