Japanerkaninchen

Warum haben Drills einen bunten Po?Warum haben Drills einen bunten Po?Warum haben Drills einen bunten Po?
Das Japanerkaninchen stammt – wie alle Hauskaninchen – vom Wildkaninchen ab. Es wurde domestiziert, also vom Menschen gezielt als Haus- oder Nutztier gezüchtet. Es hat sich dadurch gegenüber der Wildform verändert! Die Wildform hat ein graubraunes Fell und, im Gegensatz zu den verwandten Hasen, recht kurze Ohren. Es gibt heute viele verschiedene gezüchtete Kaninchen-Rassen - mit vielen Farbvarianten und mit unterschiedlichen Fellarten und Ohrformen! Japanerkaninchen sind im Vergleich zu Wildkaninchen besonders groß und schwer. Ihr Markenzeichen ist die besonders bunte Fellfärbung. Im Erlebnis-Zoo Hannover leben die Japanerkaninchen in der Themenwelt Meyers Hof und können in der Außenanlage auf die Koppel der Rauhwolligen Pommerschen Landschafe „hoppeln“.
 

Steckbrief

Größe
30 bis 50 cm Körperlänge
Gewicht
2,75 bis 4,5 kg
Nahrung
Gräser, Kräuter, Blätter, Samen, Wurzelknollen
Tragzeit
ca. 1 Monat
Max. Alter
etwa 5 bis 8 Jahre

Harlekin

Japanerkaninchen sind regelrechte Zwei-Farben-Wunder! Die Tiere werden auch Harlekin-Kaninchen genannt – benannt nach einer bunten Bühnenfigur. Die Rasse hat nämlich eine wirklich auffällige Fellzeichnung: Verschiedenste Töne von einem hellem Rotbraun über Weiß bis Schwarz wechseln sich ab. Ziel der meisten Züchtenden sind klare Abgrenzungen der Farbflächen. Vor allem die unterschiedlich gefärbten Gesichtshälften sind eindrucksvoll!

Gesellige Tierchen

Japaner sind – wie alle Hauskaninchen – sehr gesellige Tiere und sollten daher nicht allein gehalten werden. Sie fühlen sich am wohlsten, wenn sie in Gruppen leben, da sie von Natur aus soziale Tiere sind. Um ihr Wohlbefinden zu fördern, benötigen sie viel Platz zum Hoppeln und Herumrennen. Daher sollte in der Haltung sowohl im Zoo als auch zu Hause immer genügend Auslauf zur Verfügung stehen, damit die Tiere ihre natürliche Bewegungsfreiheit ausleben können.

Das ABC der Kaninchensprache

Kaninchen haben eine Vielzahl von Verhaltensweisen entwickelt, um miteinander zu kommunizieren. Bei drohender Gefahr stampft ein Kaninchen mit einem Hinterbein auf den Boden, um seine Artgenossen zu warnen. Ein knurrendes Kaninchen, das seine Haare aufstellt, signalisiert Aggression und könnte beißen. Leises Zähneknirschen zeigt Zufriedenheit, ähnlich dem Schnurren einer Katze. Übermütige Bocksprünge und Hüpfer deuten auf Freude hin. Ein paarungsbereites Männchen wiederum umkreist seine Partnerin in einem spielerischen "Tanz".

 Kindersegen

Ein Kaninchenweibchen kann fünf bis sieben Mal im Jahr Junge bekommen. Pro Wurf werden im Durchschnitt vier bis sechs Junge geboren. Das hatte leider zur Folge, dass ausgesetzte Kaninchen sich sehr schnell in Gebieten verbreitet haben, in denen sie ursprünglich gar nicht vorkamen. So haben sie sich beispielsweise in Australien in nur wenigen Jahren so sehr vermehrt, dass sie zu einer regelrechten Plage geworden sind. Sie zählen hier zu den "invasiven" Tierarten.
Japanerkaninchen hingegen werden selten gehalten - und gelten als bedroht: Die GEH (Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V) listet die Rasse in der Kategorie II (Stark gefährdet). Es wird davon ausgegangen, dass es in Deutschland weniger als 1000 Tiere dieser Rasse gibt.