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Auswilderung

Addax in Afrika

Auswilderung

Wildern Zoos Tiere aus?

Wissenschaftlich arbeitende Zoos wie der Erlebnis-Zoo Hannover arbeiten an der Schnittstelle zwischen dem Artenschutz außerhalb der Lebensräume (ex situ) - zum Beispiel durch Erhaltungszucht - und dem Artenschutz innerhalb der Lebensräume (in situ) bedrohter Tiere. Das sieht der sogenannte One Plan Approach der Internationalen Union zur Bewahrung der Natur (IUCN) so vor. Wenn eine große und genetisch vielfältige Zoopopulation einer Tierart aufgebaut und sicherer Lebensraum vorhanden ist, können Zoos Tiere für Auswilderungen bereitstellen! Auswilderungen erfordern intensive Vorarbeiten. Bei unterschiedlichen Tierarten ist man daher unterschiedlich weit.

Schritte bei der Auswilderung

Ausgewildert: Feldhamster

Hamster Nachwuchs

1. Erhaltungszucht

Der Erlebnis-Zoo hat eine Erhaltungszucht für die vom Aussterben bedrohten Feldhamster aufgebaut. Im Zoo wächst der Nachwuchs heran.
Feldhamster in einer Box beim Auswilderungsprojekt

2. Transport

Wenn der Nachwuchs bereit und in der Natur überlebensfähig ist, bringt der Zoo die Tiere zu den extra vorbereiteten Schutzflächen in der Natur.
Feldhamster ausgewildert

3. Ansiedlung

Gemeinsam mit Fachleuten der AG Feldhamsterschutz werden die Hamster auf den geschützten Flächen in einem vorgebohrten Bau angesiedelt!

Ausgewildert: Addax-Antilopen

Addax mit Jungtier

1. Erhaltungszucht

Der Erlebnis-Zoo leitet das Erhaltungszucht-Programm für die hochbedrohten Addax. Er koordiniert für alle teilnehmenden Zoos in Europa die Haltung und Fortpflanzung. So hat er eine genetisch vielfältige Zoopopulation aufgebaut.
Addax Transport

2. Transport

Bereits in den Anfang 1990 war es so weit: Es gab genug passende Individuen und sicheren Lebensraum. Rund 70 Addax aus dem Erhaltungszuchtprogramm konnten in einen Nationalpark nach Marokko, Afrika gebracht werden.
Ausgewilderte Addax rennen mit Senderhalsbändern

3. Ansiedlung

Die Addax aus den Zoos haben sich seitdem in Nordafrika vermehrt. Aus mehreren Nationalparks konnten 2019 in die ungeschützte Natur übersiedelt werden. Ihnen wird mit Senderhalsbändern, mitfinanziert vom Erlebnis-Zoo, gefolgt.
Moorente schwimmt

Ausgewildert: Moorenten

Die Moorente ist eine seltene heimische Entenart und galt in Niedersachsen als ausgestorben. Der Erlebnis-Zoo Hannover hat Moorenten nachgezüchtet und zur Auswilderung bereitgestellt! Dies erfolgte im Rahmen des 2011 gestarteten Projekts "Wiederansiedlung der Moorente am Steinhuder Meer" vom NABU und der Ökologischen Schutzstation Steinhuder Meer - gefördert vom Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz. Der Erlebnis-Zoo hält und züchtet weiterhin Moorenten nach, für etwaige zukünftige Bestandsstützungen.
Bartgeier-Küken

Ausgewildert: Bartgeier

Der Erlebnis-Zoo Hannover hat am europäischen Erhaltungszucht-Programm (EEP) für die bedrohten Bartgeier teilgenommen. Bartgeier gehören zu den größten und seltensten flugfähigen Vögeln der Welt. Das Zuchtprogramm war die Basis für das internationale Projekt zur Wiederansiedlung des Bartgeiers in den Alpen. Von 1978-2022 konnten so über 300 in Zoos europaweit nachgezüchtete Bartgeier ausgewildert werden - darunter junge Tiere aus Hannover!
Ausgewilderte Addax rennen mit Senderhalsbändern

JAMBO!-Artikel "Zoos wildern Tiere aus"

Der Erlebnis-Zoo berichtet über das wissenschaftliche Vorgehen beim Auswildern von Zootieren.

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... und wie kommen Tiere überhaupt in den Zoo?