Buntbarsche

Familie Cichlidae

Wie bereits der Name der Buntbarsche verrät, sind diese Fische sehr farbenfroh und deshalb auch beliebte Aquariumfische. Neben ihrer Farbe ist auch die allgemeine äußere Gestalt der Buntbarsche von Art zu Art sehr verschieden. Nicht nur diese Merkmale machen die Buntbarsche interessant, sondern auch ihr vielfältiges Verhalten. So zeigen beispielsweise alle Buntbarscharten eine intensive Brutpflege. Insgesamt gibt es um die 1700 Arten!

Auch im Erlebnis-Zoo Hannover kann man die bunten Fische bestaunen. Halten Sie im Urwaldhaus doch einmal die Augen offen oder besuchen das Aquarium im zooeigenen Forscherzimmer!

Steckbrief

Herkunft
Afrika, Süd- und Mittelamerika und vereinzelt in Asien

Nahrung
Sehr variabel, sowohl pflanzenfressende als auch räuberische Arten

Lebenserwartung
manche Arten bis zu 20 Jahre in menschlicher Obhut

Brutzeit
9-14 Tage (max. 30 Tage)

Feinde
andere Fische

Größe
3 bis 80 cm

Gute Eltern

Die Fische leben in kleinen Gruppen. Zur Fortpflanzung bilden sie innerhalb ihres Schwarms Paare. Man unterscheidet bei den Buntbarschen zwischen zwei Arten der Laichablage. Manche Arten legen ihre Eier an Pflanzenwurzeln, Steinen oder Ähnlichem ab. Andere wiederum nehmen ihren Laich in den Mund, um ihn so zu schützen. Außerdem versuchen die Buntbarsche gute Eltern zu sein, indem sie ihre Eier reinigen und schützen. Auch wenn die Jungfische schon geschlüpft sind, werden sie noch von den Buntbarsch-Eltern beschützt. Man findet Arten, bei denen Weibchen und Männchen bei der Brutpflege helfen, aber auch solche, bei denen das Weibchen sich alleine um den Nachwuchs kümmert.

Den eigenen Nachwuchs verschluckt?

Alle Buntbarsche zeigen ein ausgeprägtes Brutpflegeverhalten, bei dem häufig sogar beide Elternteile beteiligt sind. Einige Arten weisen sogar eine ganz besondere Strategie auf: das sogenannte Maulbrüten. Das bedeutet, dass die Mutter die befruchteten Eier solange in ihrem Maul aufbewahrt und mit sich herum trägt, bis die Jungfische geschlüpft sind. Dadurch sind die Eier bestens vor Fressfeinden und anderen Gefahren geschützt. Bei manchen Arten kommen sogar die geschlüpften Jungfische auf ein Signal hin zurück ins Maul der Mutter geschwommen. Ziemlich praktisch, da so deutlich mehr Jungfische überleben.

Das ist mein Revier...

Die meisten Buntbarscharten zeigen territoriales Verhalten. Das bedeutet, dass sie sehr aggressiv auf Eindringlinge innerhalb ihres Reviers reagieren. Ein gut strukturiertes Aquarium kann hier Abhilfe schaffen, indem zum Beispiel große Wurzeln als Rückzugsmöglichkeit geboten werden oder größere Steine zur Revierabgrenzung dienen. Doch nicht alle Buntbarscharten reagieren aggressiv auf andere Fische: Manche Arten können durchaus gut mit anderen Fischen wie zum Beispiel Welsen vergesellschaftet werden. Bei der Einrichtung eines Aquarium empfielt es sich immer eine Gruppe gleichalter Jungfische zu vergesellschaften. So können sich innerhalb einer Art langsam Paare bilden und die verschiedenen Arten lernen mit einander auszukommen.

Buntbarsche im Forscherzimmer

Im Forscherzimmer lassen sich der Felsen-Fiederbartwels (Synodontis petricola) und insgesamt sechs verschiedene Buntbarscharten entdecken:

  • Blauroter Zebra (Maylandia estherae)
  • Gestreckter Schabemund-Buntbarsch (Labeotropheus trewavasae)
  • Gelber Labidochromis (Labidochromis caeruleus)
  • Blauer Gelbflossenmaulbrüter (Pseudotropheus acei)
  • Ahls Maulbrüter oder Azurcichlide (Sciaenochromis jacksoni ahli)
  • Rubinroter Kaiserbuntbarsch (Aulonocara sp. Red Rubin)

Genau hinschauen lohnt sich, denn diese Buntbarsch-Arten sind alle Maulbrüter!

Buntbarsche im Urwaldhaus

Wer die Augen offen hält, kann vieles entdecken! Im Wasserlauf des Urwaldhauses zum Beispiel: Unter den dort lebenden Fischen verbergen sich auch 4 Buntbarsch-Arten bzw. -Gattungen:

  • Art Quetzal-Buntbarsch (Cichlasoma synspilum)
  • Art Metriaclima xanstomachus
  • Gattung Haplochromis
  • Gattung Pseudotropheus

Gefährdungsstatus

Die Art Metriaclima xanstomachus gilt als "gefährdet". Die übrigen Buntbarsche aus dem Erlebnis-Zoo sind in der Roten Liste der IUCN aktuell nicht aufgeführt.

Rote Liste Mehr zur Roten Liste der Weltnaturschutzorganisation IUCN