Flamingo

Familie Phoenicopteridae

Wenn Menschen sehr, sehr viele Karotten essen, nimmt ihre Haut allmählich eine rötlich-braune Farbe an. Grund dafür ist das Karotin, ein Farbstoff in der Karotte. Dieses Karotin ist aber auch in Krebsen und Algen zu finden, der Hauptnahrung von Flamingos. Mit ihrer Nahrung nehmen sie die Farbe auf und lagern sie in ihrem Gefieder ab!

Im Erlebnis-Zoo Hannover leben drei Flamingo-Arten, die zur Familie Phoenicopteridae gehören: Chileflamingo (Phoenicopterus chilensis), Kubaflamingo (Phoenicopterus ruber) und Rosaflamingo (Phoenicopterus roseus).

Steckbrief

Lebensraum
Afrika, Südamerika, Asien, Europa

Größe
je nach Art bis zu 145 cm hoch

Brutzeit
27 bis 31 Tage

Nahrung
Krebse, Algen

Gewicht
je nach Art bis zu 4 kg

Lebenserwartung
mehr als 70 Jahre in menschlicher Obhut

Feinde
Raubkatzen, Hundeartige und z.B. Marabus

Pate gesucht! Eine außergewöhnliche Freundschaft

Alles rosa??

Alle Flamingoarten sind sehr gesellig. In der freien Wildbahn bestehen die Kolonien manchmal sogar aus mehreren Zehntausend Vögeln! Im Erlebnis-Zoo Hannover leben aktuell über 100 Flamingos. Sie gehören jedoch zu drei verschiedenen Arten. Wenn man genau hinschaut, sieht man einige wenige Tiere, deren Federn sehr kräftig rosa-rot gefärbt sind; das sind die Kubaflamingos. Um die anderen beiden Arten auseinander zu halten, muss man sich die langen Beine etwas genauer anschauen. Chileflamingos haben graue Beine mit rosafarbenem Gelenk und Rosaflamingos haben komplett rosa gefärbte Beine.

Langhälse

Sieben Halswirbel hat der Mensch. Der Flamingo hat ganze 19! Kein Wunder, dass er einen so langen und beweglichen Hals hat. Den braucht er nicht nur zur Pflege seines Gefieders, sondern auch zur Futtersuche im Wasser.

Flamingos setzen ihren Schnabel kopfüber und ähnlich wie eine Schöpfkelle ein. Das Wasser wird aus dem Schnabel gepresst und es bleiben nur winzige Lebewesen zurück, die anschließend geschluckt werden. Wenn der Flamingo zu wenig Nahrung findet, trampelt er mit den Füßen und wirbelt im Bodenschlamm die Nahrung auf!

Ruhe, bitte!

Wer ein Ei ausbrütet, will seine Ruhe haben. Das Flamingo-Pärchen auch. Schließlich müssen die beiden sich einen guten Monat beim Brüten abwechseln, bis das Junge schlüpft. Werden die Flamingos gestört, brüten sie erst gar nicht. Bei uns im Erlebnis-Zoo kann man aus den Sambesi-Booten heraus die Nester bewundern. Regelmäßig gibt es hier Jungtiere – 2018 sogar 15!

Sind die kleinen Flamingos geschlüpft, haben sie ein kleines Problem: Ihr Schnabel ist für das Fressen noch nicht voll entwickelt. Deshalb füttern die Eltern die Kleinen mit einem ganz besonderen "Futtersaft", der viel gesundes Karotin und Eiweiß enthält.

Schlafakrobat

Es sieht anstrengend aus, wenn ein Flamingo schläft: Er steht nämlich nur auf einem Bein. Möglich macht es ein besonderes Gelenk: Wird das Bein gestreckt, schnappt das Gelenk ein ­ wie ein Taschenmesser, und schon steht der Vogel sicher und knickt nicht ein.

Gefährdungsstatus Chileflamingo

Gefährdungsstatus Kuba- und Rosaflamingo