Rotes Riesenkänguru

Macropus rufus

Das Rote Riesenkänguru ist das größte Beuteltier der Welt. Im Outback mitten in Hannover leben mit den Roten Riesenkängurus die kleineren Sumpfwallabys und die Emus auf einer Anlage.

Steckbrief

Lebensraum
Gras- und Buschland

Größe
über 100 cm hoch

Tragzeit
33 Tage, mit 235 Tagen zu groß für den Beutel

Nahrung
Gräser, Grünpflanzen

Gewicht
35 kg (Weibchen) bis 85 kg (Männchen)

Lebenserwartung
bis 20 Jahre in menschlicher Obhut

Rot gefärbt

Rot sind meistens nur die Männchen. Und das besonders leuchtend während der Paarungszeit. Aus Drüsen an Kehle und Brust wird dann eine Art klebriger Puder abgesondert, dass die Känguru-Männer schön gleichmäßig über ihren ganzen Körper verteilen. Das Fell selbst ist eigentlich grau!

Der Schwanz ist wichtig

Wie für alle Kängurus ist auch für die Riesenkängurus der Schwanz besonders wichtig. Er hält sie beim schnellen Hüpfen im Gleichgewicht, stützt sie beim Sitzen und beim Kampf mit anderen Kängurus: Wenn so ein Känguru Tritte austeilt, kann es sich mit dem Schwanz, wie mit einem dritten Bein, gut abstützen, ohne dabei umzufallen.

Winzige Jungtiere

Wenn ein Riesenkänguru geboren wird, ist es winzig: knapp zwei Zentimeter groß und 0,8 Gramm schwer! Den Weg aus der Gebärmutter in den Beutel schafft es dabei ganz allein. Im Beutel trinkt es Milch und hat dabei eine Zitze fest im Mund. Die Zitze schwillt im Mund des Babys an, so dass es nicht abfallen kann. Acht Monate lang bleibt der Winzling im Beutel, der anfangs sogar wasserdicht ist. Später dehnt sich der Beutel aus, damit das Känguru-Jungtier genug Platz hat.

Rekord-Weitsprung

13,50 Meter im Weitsprung! ­ Das ist der gemessene Rekord bei einem Roten Riesenkänguru. Und dann kann es auch noch hoch springen: 3,30 Meter! Da sehen menschliche Leichtathleten aber alt aus: Der Weltrekord im Weitsprung liegt bei 8,95 m und im Hochsprung bei 2,45 m (Stand 2020).