
Studie zum Gedächtnis von Elefanten

Natürliche Sozialstrukturen erhalten
Aktuell leben rund 300 Asiatische Elefanten in europäischen Zoos, deren Population im Rahmen eines Erhaltungszucht-Programms koordiniert wird. Im Erlebnis-Zoo Hanner leben derzeit sechs Elefantenkühe. Zuletzt wurden 2018 eine Familiengruppe an einen belgischen Zoo sowie ein ausgewachsener Elefantenbulle an einen niederländischen Zoo abgegeben. Solche Transfers spielen eine wichtige Rolle für das Populationsmanagement. Gleichzeitig rückt zunehmen die Frage in den Fokus, wie sich Umzüge und anschließende Zusammenführungen auf die sozialen Beziehungen der Tiere auswirken. Ziel der modernen Elefantenhaltung ist es, natürliche Sozialstrukturen nachzubilden: Weibchen leben in Familienverbänden, erwachsene Bullen als Einzelgänger oder in Junggesellengruppen. Besonders die Zusammenführung mit früheren Familienmitgliedern steht dabei im Fokus, auch für die Forschung.
Projektdaten
| Zeitraum | 2024 |
| Projektstatus | Datenauswertung |
| Kooperationspartner | Bergische Universität Wuppertal sowie der Elefantenservice des Hormonlabors des Deutschen Primatenzentrums Göttingen |
| Ziel | Untersuchung der Wiedererkennung von Familienmitgliedern nach langjähriger Trennung |

Erhaltungszucht
Zoos tragen unter anderem durch das Züchten von Tierarten zum Artenschutz bei - mit den sogenannten Erhaltungszucht-Programmen. Die Erhaltungszucht ist ein wichtiger Bestandteil des weltweiten Plans zur Erhaltung der Artenvielfalt: dem One Plan Approach. Ziel ist es, eine möglichst genetisch vielfältige Reservepopulation zu erhalten.
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Mutter und Tochter erkennen sich wieder
Eine 27 Jahre alte Elefantenkuh wurde vom Tierpark Hagenbeck in Hamburg an den Zoologischen Stadtgarten Zoo Karlsruhe abgegeben. Dort traf sie nach 13 Jahren Trennung wieder auf ihre Mutter. Untersucht wurde, ob sich die Tiere nach dieser langen Trennungszeit noch wiedererkennen bzw. ihre Gerüche und Stimmen. Als "Kontrolltier", also den anderen Tieren komplett unbekanntes Tier, beteiligte sich die Hannoversche Elefantenkuh "Indra" mit Rufaufnahmen und Kotproben. Die ersten Ergebnisse waren eindeutig: Mutter und Tochter haben sich wiedererkannt.