Gelbbrustara

Ara ararauna

Zwei Gelbbrustaras schauen neugierig
Alle Aras sind in Süd- und Mittelamerika beheimatet. Gelbbrustaras sind eine von acht Ara-Arten und leben in den Wäldern Südamerikas. Die farbenfrohen Papageien sind die Stars unserer Showarena. In den Tiervorstellungen begeistern sie mit ihrem Flugprogramm und zeigen, was sie sonst noch so auf dem Kasten haben.

Steckbrief

Lebensraum
Wälder Südamerikas
Größe
bis zu 86 cm Kopfhöhe (bis zu 90 cm Flügelspannweite)
Gewicht
995 bis 1.380 g
Fressfeinde
Jaguare, Ozelots, Schlangen …
Nahrung
Blüten, Früchte, Samen, …
Brutzeit
24 bis 26 Tage

Enger Zusammenhalt

Hat sich ein Pärchen Gelbbrustaras gefunden, bleibt es ein Leben lang zusammen. Die beiden Tiere lassen sich kaum aus den Augen! Sie schlafen zum Beispiel Seite an Seite. Selbst in dem großen, lärmenden Vogelschwarm, der morgens die Schlafbäume in Richtung der bis zu 25 km weit entfernten Futterplätze verlässt, kann man die Paare erkennen: Sie fliegen oft so eng zusammen, dass sich ihre Flügel fast berühren.

Luftige Kinderstube

Die Nester der Gelbbrustaras liegen meist in der Spitze von abgestorbenen Palmen. Dort oben – bis zu 30 Meter über dem Erdboden – finden sich große Löcher, die zum Beispiel von Insekten hineingefressen wurden. In diese Löcher legt das Ara-Weibchen nach der Paarung bis zu drei Eier. Nach etwa 25 Tagen schlüpfen die Küken. Oft überlebt aber nur ein Küken, da die Nester leicht für Räuber zugänglich sind. Ist der Jungvogel etwa drei Monate alt, verlässt er das Nest zum ersten Mal.

Bevorzugte Kralle

Aras gehören zu den intelligentesten aller Vogelarten. Sie können komplexe Probleme lösen. Zudem können sie mit Schnabel und Krallen sehr geschickt hantieren und zum Beispiel extrem harte Nüsse knacken. Dabei halten sie die Nuss in einer Kralle und bearbeiten sie mit dem kräftigen Schnabel. Sie nutzen für gewöhnlich die linke Kralle; fast alle Gelbbrustaras sind Linksfüßer!

Willkommene Hilfe

Noch werden die Bestände der Gelbbrustaras von der IUCN zwar nicht als bedroht eingestuft, sind jedoch rückläufig. Dies liegt vor allem am Rückgang naturbelassener Wälder, in denen die Vögel Nistmöglichkeiten finden. Um dem entgegen zu wirken, hat man in Experimenten Palmen künstlich enthauptet und festgestellt, dass die Gelbbrustaras diese als alternative Nistmöglichkeit annehmen. Eine gute Idee, um den Bestand zu schützen.