Gespenstschrecken

Phasmatodea

StabheuschreckeGespenstschrecke auf Waage^Wandelndes Blatt Zoo hannover
Gespenstschrecken sind eine vielfältige Gruppe von Insektenarten, die durch ihre Körperform Pflanzenteilen ähneln. Sie werden auch als Stabschrecken oder Phasmiden bezeichnet. Gespenstschrecken gibt es auf allen Kontinenten außer der Antarktis. Besonders viele Arten leben in tropischen Regionen, aber einige Arten haben sich auch in gemäßigten und subtropischen Gebieten verbreitet. Gespenstschrecken sind an ihre Umgebung angepasst und sehen auf den ersten Blick oft wie Blätter, Äste oder andere Pflanzenteile aus. Dies dient dem Schutz vor Fressfeinden. Im Zoo gibt es mehrere Arten, darunter auch die "Wandelnden Blätter".

Steckbrief

Lebensraum
Regenwälder, Wälder, Wüsten und Gebirge auf allen Kontinenten außer der Antarktis
Größe
bis zu 20 cm Körperlänge
Fressfeinde
Vögel, Nagetiere, Reptilien ...
Nahrung
Blätter, Rinde, Zweige ...
Brutzeit
einige Wochen bis mehrere Monate
Lebenserwartung
bis zu einem Jahr

Meisterinnen der Tarnung

Gespenstschrecken sind auf faszinierende Weise getarnt. Durch ihre Körperform und Farbgebung sehen sie Pflanzenteilen zum Verwechseln ähnlich: von Blättern bis zu Rindenstücken. Einige Arten sehen sogar wie abgefressene oder welke Pflanzenteile nach. Sie haben auch die Fähigkeit, sich absolut reglos zu verhalten. Das verstärkt die Tarnung. Zusätzlich setzen Gespenstschrecken auf Tarnung durch Bewegung, und zwar indem sie sich langsam wie Pflanzenteile im Wind bewegen.

Faszinierende Fortpflanzung

Die Fortpflanzung der Gespenstschrecken ist ein spannender Prozess. Männliche Gespenstschrecken senden oft Vibrationen aus, um Weibchen anzulocken. Nach der Paarung legen weibliche Gespenstschrecken ihre Eier gut getarnt zwischen Pflanzen ab. Nach dem Schlüpfen aus dem Ei durchlaufen die Jungtiere, Nymphen genannt, mehrere Häutungen, bis sie schließlich das erwachsene Stadium erreichen. Bei einigen Arten legen die Weibchen Eier, ohne dass diese von Männchen befruchtet wurden. Die daraus schlüpfenden Nachkommen sind Klone der Mutter.

Nachtaktive Haustiere

Gespenstschrecken sind beliebte Haustiere bei Insekten-Fans. Man sollte ihnen ein großes Terrarium mit Pflanzen und Klettermöglichkeiten bieten. Die Luftfeuchtigkeit sollte je nach Herkunft der Art angepasst werden. Gespenstschrecken sind nachtaktiv, daher ist auch auf eine geeignete Beleuchtung mit Tag-Nacht-Rhythmus und dunklen Phasen notwendig. Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Terrarium sollten regelmäßig kontrolliert werden.

Artenschutz-Info

Gespenstschrecken sind Bedrohungen ausgesetzt, darunter dem Verlust von Lebensraum durch Abholzung, Landwirtschaft und Städtebau. Der Klimawandel wirkt sich ebenfalls auf ihre Lebensräume aus. Um sie zu schützen, müssen ihre natürlichen Lebensräume bewahrt werden. Es ist außerdem wichtig, Arten zu identifizieren, die gefährdet sind. Da man noch nicht so viel über Gespenstschrecken wie über manch andere Tiere weiß, ist auch die weitere Erforschung wichtig.