Schneehasen-Jungtiere im Zoo

Auf
Entdeckungstour

Artenschutz

Nachwuchs 2025

Rückblick auf ein spannendes Jahr

2025 war im Erlebnis-Zoo Hannover ein Jahr voller neugieriger Blicke, tapsiger Schritte und erster Entdeckungstouren: In den unterschiedlichen Themenwelten von Yukon Bay bis Afi Mountain wuchs tierischer Nachwuchs heran, kletterte, sprang und erkundete mutig seine Welt. Für Besucherinnen und Besucher wurden diese ersten Schritte zu lebendigen Einblicke in Familienstrukturen, natürliche Verhaltensweisen – und die Vielfalt des Lebens, die Zoos heute schützen und bewahren. 
Roter Panda

Nachwuchs Roter Panda

Nachwuchs bei den Roten Pandas

Warm in Stroh gebettet kamen im Juni am Dschungelpalast zwei Jungtiere der Roten Pandas zu Welt, von denen eines leider früh verstarb. Die ersten tapsigen Kletterversuche im felsigen Himalaya-Reich verfolgten nicht nur viele Zoo-Besucherinnen und Besucher, sondern auch die ganze Welt über Social Media.
Für das Zoo-Team eine große Freude, denn jede Aufmerksamkeit für die stark bedrohte Art ist wichtig für ihren Schutz.  

Nachwuchs bei den Brazza-Meerkatzen

Direkt nebenan, aber in einer ganz anderen Welt, tobten die Jungtiere der Brazza-Meerkatzen durch ihr Dschungelreich in Afi-Mountain. Anfangs noch nahe bei der Mutter, wagten sie nach wenigen Wochen ihre ersten selbstständigen Klettertouren.
Neben Mutter "Meg" entdeckt das Jungtier die Umgebung
Das Jungtier macht erste Ausflüge

Fuchsmangusten

Am 22. Juni 2025 wurden im Zoologicum zum ersten Mal Drillinge bei den Fuchsmangusten geboren. In den ersten Wochen blieben sie in ihrer Innenhöhle, bevor sie im Spätsommer die Außenanlage entdeckten und neugierig im Sand buddelten. Bei dieser Art zeigen beide Elternteile – und in der Natur oft weitere Familienmitglieder – ein komplexes Sozialverhalten, das wichtige Einblicke in Kooperationsstrategien unter Säugetieren liefert.  
Drei Fuchsmangusten in der Wurfbox
Eine kleine Fuchsmanguste erkundet ihre Außenanlage

Kleine Schneehasen

Ebenfalls im Juli konnten Besucherinnen und Besucher beobachten, wie drei Schneehasenjungtiere ihr Nest verließen und hüpfend ihre Umgebung  in Yukon erkundeten. Schon bei der Geburt mit geöffneten Augen und dichtem Fell ausgestattet, sind Schneehasen ein schönes Beispiel dafür, dass einige Säugetiere von Beginn an auf Selbstständigkeit angewiesen sind.  
Schneehasen-Jungtiere im Zoo
Schneehasen-Jungtiere im Zoo

Straußenküken geschlüpft

Bereits im Juli gab es doppelten Nachwuchs bei den Nordafrikanischen Rothalsstraußen. Diese großen Vögel gelten in ihrer Heimat durch Lebensraumverlust und Bejagung als gefährdet. Dass auch in Hannover zwei Küken aufwuchsen, ist ein sichtbarer Erfolg im Rahmen des europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP), das der Erlebnis-Zoo Hannover selbst koordiniert. Durch diesen aktiven Beitrag kann der Erlebnis-Zoo Hannover nicht nur die Zucht der Art innerhalb Europas steuern, sondern auch wertvolle Erfahrungen und Daten sammeln, die in den Schutz der Populationen in der Wildbahn einfließen. 

Zu den EEPs

Straußennachwuchs im Brüter
Straußennachwuchs im Zoo

Erfolg im Inkubator: Straußenküken schlüpfen

Amphibium

Und im Amphibium schlüpften aus unzähligen Eiern Quappen, die sich zu Fröschen und Kröten entwickelten.
So wurde jeder Zoo-Tag zu einem neuen Abenteuer. 
Amphibium

Warum Nachzuchten
im Zoo
so wichtig sind

Jedes einzelne Jungtier im Erlebnis-Zoo Hannover erzählt eine Geschichte, die weit über den Zoo hinausreicht. Zoologische Gärten weltweit engagieren sich in koordinierten Erhaltungszuchtprogrammen, um genetische Vielfalt zu bewahren, gefährdete Arten zu unterstützen und Erkenntnisse über Biologie, Verhalten und ökologische Anforderungen zu gewinnen. Durch sorgfältige Dokumentation und wissenschaftliche Beobachtung tragen Zoos dazu bei, genetisch gesunde und langfristig stabile Populationen außerhalb der ursprünglichen Lebensräume aufzubauen, Populationen zu stabilisieren und genetische Engpässe zu vermeiden, um langfristig Wiederansiedlungen in ursprünglichen Lebensräumen zu ermöglichen.
Ausgewilderte Addax rennen mit Senderhalsbändern

Addax im Chad, Bild: Sahara Conservation, John Newby

Zentral ist dabei das Zusammenspiel von Pflege, Haltung und wissenschaftlicher Expertise: Tierpflegerinnen und Tierpfleger beobachten, messen und dokumentieren Entwicklungsschritte, verhalten sich bewusst zurückhaltend und ermöglichen so möglichst natürliche Verhaltensweisen. Zum natürlichen Kreislauf vieler Tierarten gehört, dass nicht alle Jungtiere die ersten Lebensmonate überstehen Rückschläge gehören ebenso zum Artenschutz wie Erfolge, denn dieser ist auf langfristige Perspektive angelegt. Alle erfassten Daten fließen in das globale Zoological Information Management System (ZIMS by species360) und werden mit Zoos und anderen wissenschaftlichen Einrichtungen weltweit geteilt. Sie bilden die Grundlage zahlreicher Forschungsprojekte. Außerdem lassen sich so internationale Zuchtprogramme koordinieren, Populationen überwachen und Schutzmaßnahmen für gefährdete Arten gezielt umsetzen. Dadurch wird Hannover Teil einer globalen Gemeinschaft, die gemeinsam an der Zukunft bedrohter Arten arbeitet.