Blessbock

Damaliscus pygargus phillipsi

Blessbock auf der Sambesi-AnlageAntilope in der Themenwelt Sambesi im Erlebnis Zoo Hannover.Zwei Blessböcke bei der Nahrungsaufnahme
Blessböcke gehören zu den Kuhantilopen, zu denen u.a. auch Gnus gehören. Ihren Namen haben sie von der weißen Blesse auf ihrer Gesichtsfront. Im Erlebnis-Zoo Hannover leben die Blessböcke gemeinsam mit Rothschild-Giraffen und Springböcken auf einer Anlage.

Steckbrief

Verbreitung

Karte des Verbreitungsgebietes des Blessbocks
Lebensraum
Grasland Südafrikas
Größe
140 bis 160 cm Körperlänge (bis zu 100 cm Schulterhöhe)
Gewicht
Weibchen: bis zu 60 kg Männchen: bis zu 70 kg
Fressfeinde
Raubtiere (Löwe, Hyänen etc.) , Jagd durch den Menschen
Nahrung
Gräser, Kräuter
Tragzeit
ca. 243 Tage
Lebenserwartung
Bis 22 Jahre in menschlicher Obhut
In Afrika brennt es öfter mal und ganze Landschaften verlieren ihre Vegetation. Dort ist das in einem gewissen Maße eine völlig normale Naturgewalt und begünstigt durch die zurückgebliebene Asche neuen Samen zu gedeihen. Die Asche ist wie ein Dünger für das Land und bald sprießen neue Grashalme: das Lieblingsessen der Blessböcke. Sie wandern regelrecht in solche Gebiete um junge saftige Halme zu erhaschen.
Blessböcke leben in Herden. Aber anders als bei Gnus oder Zebras, die mit breiten Fronten und zig Tieren nebeneinander umher ziehen, laufen Blessböcke bei einer Wanderung zu einem Futterplatz oder Wasserloch in einem Gänsemarsch. Das heißt, dass sie in die Fußstapfen des vorderen Tieres treten und in einer langen Reihe hintereinander laufen. Teilweise formen sich Großherden von bis zu 650 Tieren
Das stärkste Männchen behauptet eine Herde von Weibchen für sich. Nur er darf sich mit ihnen verpaaren und somit für Nachwuchs sorgen. Seinen Anspruch verteidigt er mit Kämpfen gegen andere Rivalen. Alle Männchen, die bisher keine Weibchengruppe für sich beanspruchen konnten, wandern mit anderen ebenfalls erfolglosen Männchen in so genannten Junggesellengruppen umher. Herdenführende Männchen beanspruchen ein ganzes Territorium für sich, auf dem die Weibchen umherziehen, um ihre Nahrung zu finden und ihre Jungen aufziehen.
Erwachsene Böcke sind territorial und sind bereit auch kräftigere Gegner zu attackieren. Dazu werfen sie sich geduckt nach vorne und drohen mit ihren Hörnern. Oft bleibt es bei dieser berührungslosen Imponierattacke. Auch die Weibchen tragen Hörner, sind aber geselliger als die Männchen.