Alpaka

Lama pacos / Vicugna pacos

Alpaka Gruppe mit langem braunen FellAlpaka Stute mit Ihrem Jungtier im Zoo HannoverZwei Alpaka Weibchen in schwarz und braun .
Das Alpaka gehört zu den Kamelen. Bei den Kamelen unterscheidet man die in Afrika und Asien heimischen Altweltkamele (Trampeltier und Dromedar) und die in Südamerika heimischen Neuweltkamele. Neben dem Alpaka zählen dazu das Vikunja, das Guanako und das Lama. Alpakas sind domestiziert (also zum Haustier geworden). Sie werden vom Menschen als Woll-Lieferanten gehalten. Das Fell der Alpakas kann weiß, beige, braun, rotbraun, grau, schwarz oder mehrfarbig sein! Es gibt zwei Fellytpen: Huacaya-Alpakas haben gekräuseltes, aufrecht stehendes Fell. Suri-Alpakas haben welliges, herunterhängendes Fell. Die Alpakas im Erlebnis-Zoo sind Huacaya-Alpakas. Sie sind mit Nandus und Maras vergesellschaftet.

Steckbrief

Größe
bis zu 100 cm Schulterhöhe
Gewicht
45 - 65 kg
Nahrung
Blätter, Gräser
Tragzeit
330 bis 400 Tage

Bergbewohner

Südamerikanischen Kamele wie das Alpaka sind besonders gut an das Leben in den Bergen angepasst. Ihr Herz und ihr Kreislauf-System kommen gut mit der sauerstoffarmen Luft zurecht. Das Herz ist im Verhältnis zum Körper relativ groß. So kann es genügend Blut durch den Körper pumpen. Außerdem haben Südamerikanische Kamele mehr rote Blutkörperchen, die den Sauerstoff viel effizienter transportieren können. Die südamerikanischen Kamele müssen, im Gegensatz zu ihren afrikanischen und asiatischen Verwandten, regelmäßig trinken. Ein weiterer Unterschied ist offensichtlich: Südamerikanische Kamele haben keine Höcker auf dem Rücken.

Nutztiere

In Südamerika halten sich viele Familien kleine Herden von Alpakas oder Lamas als Nutztiere. Sie dienen als Woll- und Fleischlieferanten. Riesige Herden mit mehreren hundert Tieren werden von großen Firmen zur Wollproduktion gehalten. Dabei machen Tiere mit weißem Fell einen Großteil der Herde aus, denn ihr Fell lässt sich am leichtesten einfärben und weiterverarbeiten. Die natürlichen Farbvariationen im Fell der Alpakas gehen von weiß über grau zu schwarz und decken oft auch sämtliche Brauntöne ab.

Tolle Wolle

Alpakas werden vor allem in Südamerika gehalten und gezüchtet. Man nutzt ihre Wolle. Auch heute noch ist die feine Wolle der Alpakas begehrter als die grobe Mischwolle der Lamas (Lama glama). Das liegt unter anderem daran, dass Alpakas aus höheren und damit kälteren Regionen der Anden, dem großen Gebirgszug Südamerikas, stammen. Sie haben somit ein Fell entwickelt, dass sie besonders gut vor Kälte schützt. Ihr Fell ist länger und die Unterwolle ist viel dichter und feiner als die der Lamas.

Gut gespuckt

Wie alle Neuweltkamele können auch Alpakas spucken. Dieses Verhalten dient in erster Linie dazu, die Rangordnung innerhalb der Herde festzulegen. Allerdings kann es auch vorkommen, dass Menschen angespuckt werden. Meist passiert das aber nur dann, wenn sich die Tiere bedroht fühlen oder ihnen die Situation unangenehm ist. In der Regel sind Alpakas sehr umgängliche und zahme Tiere. Sie werden sogar als Therapietiere für Kinder und mit Menschen mit Behinderungen eingesetzt.